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Wortarten bestimmen: So versteht es Ihr Kind

Fachlich geprüft am 13. August 2026 · schuNa-Lernredaktion

Kurz beantwortet

Die Wortart eines Wortes steht erst im Satz fest: In „Er läuft“ ist „läuft“ ein Verb, in „das Laufen“ ist „Laufen“ ein Substantiv. Deshalb helfen Proben statt Wortlisten: Artikelprobe, Konjugationsprobe, Attribut- und Steigerungsprobe, Ersatzprobe, Vorfeldprobe. Jede hat ihre Grenzen. Und weil Lehrwerke unterschiedlich zählen und benennen, gilt im Heft immer die Variante des Schulbuchs.

Wortarten gehören zu den Themen, bei denen Eltern beim Helfen schnell unsicher werden. Im Heft steht „Bestimme die Wortarten“, Ihr Kind fragt nach, und bei einem Satz wie „Er läuft schnell“ merken Sie, dass Sie selbst raten. Auch in der Mittelstufe bleiben einzelne Wörter schwierig, obwohl Wortarten schon in der Grundschule Thema sind. Der Grund steckt in einem Prinzip, das in kaum einem Merkkasten steht: Die Wortart eines Wortes zeigt sich erst im Satz. Deshalb bringen Wortlisten wenig, und deshalb arbeitet man mit Proben.

Hier geht es um die Grammatik selbst. Den Überblick über das Rechtschreibüben insgesamt finden Sie in Rechtschreibung verbessern.

Wozu Wortarten überhaupt gut sind

Am besten belegt ist der Nutzen bei der Großschreibung. Paragraf 57 des amtlichen Regelwerks knüpft sie direkt an die Wortart: Wörter anderer Wortarten werden großgeschrieben, sobald sie als Substantive gebraucht werden. Wer nicht sieht, dass „Lesen“ in „Das Lesen fällt mir schwer.“ ein Substantiv ist, kann die Regel nicht anwenden.

Der zweite Nutzen liegt bei der Zeichensetzung: Wer Verben und Bindewörter erkennt, findet Satzgrenzen, und daran hängt die Kommasetzung. Der dritte ist im Alltag der wichtigste: Unter der Klassenarbeit steht „Adverb statt Adjektiv“, und ohne die Begriffe bleibt dieser rote Strich stumm. Viertens begegnet dieselbe Terminologie im Englisch- und Lateinunterricht wieder, wobei der Nutzen dort schwach abgesichert ist.

Dass Grammatikwissen automatisch bessere Aufsätze bringt, ist fachdidaktisch umstritten und dünn belegt; wenn Sie am Schreiben arbeiten wollen, hilft So helfen Sie beim Aufsatzschreiben mehr. Dass Schulen das Thema trotzdem hartnäckig behandeln, hat auch mit den Leistungsdaten zu tun: Rechtschreibung ist quer durch die Länder ein realer Schwachpunkt. Das erklärt den Druck im Unterricht, mehr aber nicht.

Warum das Schulbuch anders zählt als der Duden

Eine feste Zahl gibt es nicht. Der Duden führt für Lernende zehn Wortarten und nennt Partikeln als weitere Klasse. Die wissenschaftliche Grammatik des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache setzt neun an. Der Duden weist selbst darauf hin, dass Grammatikmodelle von zwei bis über zwanzig Kategorien reichen.

Eine offizielle Empfehlung existiert: Das Verzeichnis grundlegender grammatischer Fachausdrücke ist von der Kultusministerkonferenz anerkannt. Es versteht sich ausdrücklich als Angebot zur Vereinheitlichung, verbindlich sind die Bildungspläne der Länder. Wenn im Heft Ihres Kindes neun, zehn oder elf Wortarten stehen, ist keine dieser Zahlen falsch.

Dieselbe Wortart, verschiedene Namen:

  • Substantiv, auch: Nomen, Hauptwort, Namenwort, Dingwort
  • Verb, auch: Zeitwort, Tunwort, Tuwort
  • Adjektiv, auch: Eigenschaftswort, Wiewort
  • Artikel, auch: Begleiter, Geschlechtswort
  • Pronomen, auch: Fürwort, Stellvertreter
  • Präposition, auch: Verhältniswort, Vorwort
  • Konjunktion, auch: Bindewort, in manchen Materialien Junktion oder Junktor
  • Adverb, auch: Umstandswort
  • Partikel, auch: Abtönungswort, Füllwort (sehr, eben, doch); in vielen Schulbüchern keine eigene Wortart
  • Numerale, auch: Zahlwort
  • Interjektion, auch: Ausrufewort, Empfindungswort

Nomen und Substantiv bedeuten in der Schule dasselbe. Kindgerechte Ersatzbegriffe wie Tuwort und Wiewort verschwinden in der Sekundarstufe: Spricht Ihr Kind plötzlich von Substantiven, ist das derselbe Stoff unter anderem Namen.

Das Kernprinzip: erst der Satz, dann die Wortart

In „Das Laufen fällt ihm schwer.“ ist „Laufen“ ein Substantiv: Davor steht ein Artikel, eine Personalform gibt es nicht. In „Er läuft jeden Morgen.“ ist „läuft“ ein Verb: ich laufe, du läufst, er lief. Gleiches Wortmaterial, zwei Wortarten.

Dasselbe gilt für Adjektive. In „Das Buch ist gut.“ ist „gut“ ein Adjektiv, steigerbar zu besser, attributiv möglich als „das gute Buch“. In „Das hast du gut gemacht.“ bestimmt dasselbe Adjektiv das Verb näher. Hier laufen zwei Ebenen nebeneinander: Die Wortart hängt am Wort, „gut“ ist ein Adjektiv. Das Satzglied hängt an der Rolle im Satz, „gut“ ist hier eine adverbiale Bestimmung. Ein Adjektiv kann diese Rolle übernehmen, ohne zum Adverb zu werden. Fragt die Aufgabe nach der Wortart, heißt die Antwort Adjektiv, fragt sie nach dem Satzglied, adverbiale Bestimmung.

Noch schärfer zeigt sich das Prinzip bei Partikeln: In „Die Fläche ist eben.“ ist „eben“ ein Adjektiv, in „Das ist eben so.“ eine Partikel.

Für Ihr Kind heißt das: Die Frage „Was ist laufen für eine Wortart?“ hat je nach Satz mehrere Antworten, die Frage „Was ist laufen in diesem Satz?“ genau eine.

Ein zweites Prinzip gehört dazu: Form schlägt Bedeutung. Das Leibniz-Institut ordnet Beugung und Stellung im Satz ausdrücklich vor Bedeutungsmerkmale, und damit fallen die beliebten Merksätze aus dem Rennen. „Nomen sind alles, was man anfassen kann“ scheitert an Freundschaft, Hoffnung und Angst. „Verben sind Tuwörter“ scheitert an sein, bleiben und frieren. Und „was großgeschrieben ist, ist ein Nomen“ ist ein Zirkelschluss, denn groß steht auch der Satzanfang.

Sechs Proben, und wo jede an ihre Grenze kommt

  1. Artikelprobe für Substantive. Passt der, die oder das davor? „die Freundschaft“, „die Hoffnung“, „das Lesen“, „das Klopfen“: alles Substantive, obwohl man nichts davon anfassen kann. Grenze: Im Satz steht oft gar kein Artikel. „Italien ist groß.“ und „Wir kaufen Brot.“ bestehen die Probe an der Oberfläche nicht; ergänzen Sie ihn gedanklich, dann trägt sie wieder („das Brot“, „das schöne Italien“). Zweite Grenze, im Heft besonders oft übersehen: In „der schnelle Läufer“ folgt auf den Artikel erst ein Adjektiv. Substantiv ist deshalb erst das Wort, das übrig bleibt, wenn man alles Weglassbare streicht: „der schnelle Läufer“ lässt sich zu „der Läufer“ kürzen, „der schnelle“ nicht.

  2. Konjugationsprobe für Verben. Prüfen Sie zuerst das gebeugte Verb im Satz: Lässt es sich nach Person und Zeit verändern? Aus „Sie schwimmt jeden Dienstag.“ wird ich schwimme, du schwimmst, sie schwamm. Also Verb. Infinitive und Partizipien gehören dazu, wenn sie zum gebeugten Verb gehören: In „Er kann gut schwimmen.“ und „Sie hat gestern gelesen.“ sind „schwimmen“ und „gelesen“ Verben, obwohl man sie selbst nicht beugen kann. Gegen die Substantivierung entscheidet das Signalwort davor: In „Das Schwimmen macht ihr Spaß.“ steht ein Artikel davor, das Wort ist Kern der Wortgruppe und damit ein Substantiv. Grenze: „die geöffnete Tür“ und „das schlafende Kind“ gehen auf Verben zurück, verhalten sich hier aber wie Adjektive.

  3. Attributprobe für Adjektive. Passt das Wort mit Endung zwischen Artikel und Substantiv? Aus „Sie singt schön.“ wird „die schöne Stimme“, also Adjektiv. Der Zwischenraum ist wichtig: „das meine Fahrrad“ und „das dieses Buch“ gehen nicht. Wörter wie mein, dieses und jedes bestehen die Probe deshalb nicht, sie sind Begleiter. Grenze: Manche Adjektive sind Randmitglieder ihrer Klasse. „die hiesige Zeitung“ funktioniert, „Die Zeitung ist hiesig“ kaum.

  4. Steigerungsprobe für Adjektive. hell, heller, am hellsten. Als alleiniger Test ist sie in beide Richtungen zu eng. „tot“, „schwanger“ und „dreieckig“ sind Adjektive und trotzdem nicht steigerbar; hier rettet die Attributprobe („das dreieckige Werkstück“). Umgekehrt nennt das Leibniz-Institut steigerbare Adverbien: oft, gern, bald. In „Sie liest gern, lieber, am liebsten“ bleibt „gern“ ein Adverb.

  5. Ersatzprobe für Pronomen. Ein Pronomen tritt an die Stelle einer ganzen Substantivgruppe und wird selbst nach Fall, Zahl und Geschlecht gebeugt: „Der neue Nachbar grüßt freundlich.“ wird zu „Er grüßt freundlich.“, je nach Fall zu ihn oder ihm. Der bloße Ersatz beweist noch nichts: Auch eine andere Substantivgruppe passt an dieselbe Stelle („Der Mann grüßt freundlich.“), und für Präpositionalgruppen tritt ein da-Wort ein („darunter“), ein Adverb. Erst die Beugung zeigt das Pronomen. Grenze: In „Mein Bruder kommt.“ ersetzt „mein“ nichts, es begleitet nur, erst „Meiner kommt.“ ist ein echter Stellvertreter. Die meisten Schulbücher nennen die Begleitform trotzdem Possessivpronomen, die wissenschaftliche Grammatik Possessivartikel.

  6. Vorfeldprobe für Adverbien. Kann das Wort allein an den Satzanfang treten und allein auf eine W-Frage antworten? „Sie hat gestern gelesen.“ wird zu „Gestern hat sie gelesen.“, und auf „Wann hat sie gelesen?“ antwortet man mit „Gestern.“ Der Merksatz braucht aber zwei Teile: Ein einzelnes, unveränderliches Wort, das allein im Vorfeld stehen kann und sich nicht mit Endung vor ein Substantiv setzen lässt, ist ein Adverb. „gestern“ besteht die Vorfeldprobe und lässt kein Attribut zu, dafür braucht es „das gestrige Spiel“, also Adverb. „schnell“ besteht sie ebenfalls, lässt sich aber attributiv verwenden („das schnelle Spiel“), also Adjektiv. Eine eigene Adverbendung wie das englische -ly gibt es im Deutschen nicht. Und „Das Buch ist sehr spannend.“ lässt sich nicht zu „Sehr ist das Buch spannend.“ umbauen: Gradwörter wie sehr und ziemlich führen Wörterbücher als Adverbien, die wissenschaftliche Grammatik als Partikeln, also als unveränderliche Wörter, die nie allein im Vorfeld stehen.

Das bloße Umstellen ist im Kern eine Satzgliedprobe. „Auf dem Sofa hat sie gelesen.“ ist ebenfalls vorfeldfähig, „auf dem Sofa“ ist aber eine dreiteilige Präpositionalgruppe.

Die Verwechslungen, die im Heft am meisten kosten

Präposition und Adverb. Eine Präposition braucht eine Ergänzung und weist ihr einen Fall zu: In „Der Ball liegt unter dem Tisch.“ steht „unter“ mit Dativ. Dasselbe Wort ohne Ergänzung ist ein Adverb: In „Die Post liegt dem Bahnhof gegenüber.“ ist „gegenüber“ eine nachgestellte Präposition mit Dativ, in „Die Post liegt gegenüber.“ ein Adverb. Fällt die Ergänzung weg, springt oft ein da-Wort ein: „unter dem Tisch“ wird zu „darunter“, einem eigenen Wort und einem Adverb.

Artikel und Pronomen. In „Das Fahrrad gehört mir.“ begleitet „das“ das Substantiv, es ist ein Artikel. In „Das gehört mir.“ steht es für sich, es ist ein Demonstrativpronomen. In „Der Mann, der dort steht, winkt.“ ist das erste „der“ ein Artikel, das zweite ein Relativpronomen.

Präposition und Konjunktion am selben Wort. In „Während des Unterrichts war es still.“ folgt eine Wortgruppe im Genitiv, also Präposition. In „Während der Unterricht lief, war es still.“ folgt ein Nebensatz mit dem Verb am Ende, also Konjunktion. Die Faustregel: Substantivgruppe dahinter und das Wort bestimmt deren Fall, dann Präposition; ganzer Satz mit gebeugtem Verb dahinter, dann Konjunktion. Vorsicht bei „wie“ und „als“: In „Er rannte wie ein Blitz.“ und „Er arbeitet als Lehrer.“ steht zwar eine Substantivgruppe dahinter, der Fall kommt aber von anderswo im Satz. Das sind Konjunktionen. Auch die Bindewörter selbst klingen verschieden: „Anna liest und Ben schreibt.“ lässt das Verb an zweiter Stelle, „Anna liest, weil sie Zeit hat.“ schiebt es ans Satzende; manche Lehrwerke nennen den zweiten Typ Subjunktion.

Substantivierte Verben und Adjektive. In „Er kann gut schwimmen.“ bleibt „schwimmen“ klein, es ist ein Verb. In „Das Schwimmen fällt ihm leicht.“ wird „Schwimmen“ groß, es ist ein Substantiv. In „Sie hat etwas Neues entdeckt.“ wird „Neues“ groß, in „Der Pullover ist neu.“ bleibt „neu“ klein. Das Signal steht jeweils davor: ein Artikel (der, das, ein), eine verschmolzene Präposition (beim, zum) oder ein Mengenwort (alles, etwas, nichts, viel). Welche Feinheiten dabei gelten, steht in Groß- und Kleinschreibung.

Wo sich seriöse Quellen offen widersprechen

Beim Paar Adjektiv und Adverb widersprechen sich seriöse Quellen, und das ist kein Fehler, sondern ein Modellunterschied. Duden und Leibniz-Institut sind eindeutig: „schnell“ in „Er läuft schnell.“ bleibt ein Adjektiv, das hier adverbial gebraucht wird. Der Duden liefert dafür ein sauberes Testpaar: „Rainer mäht den Rasen flott.“ lässt sich zu „das flotte Mähen“ umbauen, „flott“ ist also ein Adjektiv in adverbialer Verwendung. „Rainer mäht den Rasen gern.“ lässt sich nicht umbauen, „das gerne Mähen“ gibt es nicht: „gern“ ist ein echtes Adverb. Viele Schulmaterialien gliedern Adverbien dagegen in Orts-, Zeit-, Modal- und Kausaladverbien und ordnen „schnell“ dort ein. In der Klassenarbeit zählt, was im Heft steht.

Zwei weitere Streitfälle sorgen für Diskussionen. In „Drei Kinder spielen im Garten.“ führen manche Übersichten das Zahlwort als eigene Wortart Numerale, die Dudengrammatik zählt Kardinalzahlen dagegen zu den Adjektiven. Und in „Aua, das tut weh!“ ist „Aua“ für den Duden eine Interjektion, im wissenschaftlichen Modell keine eigene Wortart. Erkennbar bleibt sie leicht: unveränderlich, kein Satzglied, meist durch Komma oder Ausrufezeichen abgetrennt.

Auch die Fachwelt hat systematische Grenzfälle. Das Leibniz-Institut listet fünf Problembereiche, darunter Wörter mit mehreren Wortarten wie doch, wie und denn, kategoriale Schwankungen wie bei Partizipien und Randmitglieder wie hiesig und quitt. Wenn Ihr Kind bei manchen Wörtern zögert, steht es damit in guter Gesellschaft.

Wie Sie zu Hause üben, ohne zu pauken

Am meisten bringt die Arbeit am eigenen Text. Nehmen Sie den letzten Aufsatz Ihres Kindes und lassen Sie zunächst nur eine Wortart markieren, zum Beispiel alle Substantive. Ihr Kind arbeitet dann an eigenen Sätzen und sieht sofort, wo es großschreiben muss. Fangen Sie mit der vertrautesten Wortart an, meist Substantiv und Verb; erst wenn eine sitzt, kommt die zweite dazu.

Wichtiger als das Ergebnis ist die Begründung. Statt „Das ist ein Adjektiv“ fragen Sie: „Woran hast du das gemerkt? Sag mir die Probe laut.“ Wer die Probe formulieren kann, hat die Wortart verstanden; wer nur das Ergebnis nennt, hat geraten. Das Selbsterklären ist metaanalytisch abgesichert und passt genau zu Proben, weil eine Probe ohnehin laut durchgesprochen werden muss.

Kurze Einheiten mit wenigen Sätzen bringen mehr als ein langes Arbeitsblatt, und mehrfaches kurzes Wiederholen über mehrere Tage mehr, als alles vor der Klassenarbeit zu bündeln. Dass verteiltes Üben besser hält als geballtes Pauken, gehört zu den am besten belegten Lerneffekten überhaupt. Diese Befunde stammen allerdings nicht vom Gegenstand Wortarten; die Übertragung ist plausibel, ein Direktbeleg ist sie nicht.

Manche Grundschulen arbeiten mit farbigen Wortartensymbolen. Ob und mit welchen Farben, sehen Sie im Heft; schauen Sie nach, bevor Sie basteln, sonst lernt Ihr Kind zwei Systeme nebeneinander. Nebenbei üben lässt sich gut beim Spaziergang: eine Wortart festlegen, abwechselnd passende Wörter zur Umgebung nennen und die Probe laut dazusagen.

Am Bildschirm üben Sie zwischendurch im kostenlosen Lernportal für Deutsch von schuNa. Das gemeinsame Durchsprechen am Küchentisch bleibt der wichtigere Teil.

Wann welche Wortart drankommt

Die bundesweiten KMK-Bildungsstandards für die Grundschule setzen nur einen schmalen gemeinsamen Kern; alles Weitere regeln die Länder. Manche nehmen in Klasse 3 und 4 Artikel und Pronomen dazu, Adverb, Präposition und Konjunktion folgen meist erst in der Sekundarstufe.

Benutzen Sie zu Hause die Begriffe aus dem Unterricht. Beim Elternsprechtag reichen zwei Fragen: Welche Wortarten sind gerade dran, und welche Bezeichnungen sollen wir zu Hause verwenden?

Wenn Heft und Internet sich widersprechen

Die wichtigste Regel für Eltern hat mit Grammatik wenig zu tun. Weicht eine Zuordnung im Internet, in einer App oder in Ihrer eigenen Erinnerung vom Schulbuch ab, gilt in Heft und Klassenarbeit das Schulbuch. Eine bundesweit verbindliche Einheitsklassifikation existiert nicht, und fachdidaktische Analysen deuten darauf hin, dass Schulbücher von wissenschaftlichen Grammatiken abweichen. Wer zu Hause nach dem Duden korrigiert, produziert im schlechtesten Fall rote Striche.

Sagen Sie Ihrem Kind, dass es mehrere Systeme gibt und die Sprache dieselbe bleibt, und üben Sie die Schulvariante. Ihr Beitrag zu Hause ist die Probe und die Frage „Woran hast du das gemerkt?“.

Endet das Üben am Küchentisch regelmäßig in Streit, machen Sie kürzer statt länger. Scheitert Ihr Kind über Wochen an denselben Aufgaben, sprechen Sie die Lehrkraft an. Sie sieht, ob es am Stoff liegt oder an etwas anderem, und kann sagen, was zu Hause nötig ist.

Häufige Fragen

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Dieser Beitrag wurde von der schuNa-Lernredaktion erstellt und vor der Veröffentlichung fachlich geprüft. Unsere Redaktion besteht aus Pädagoginnen und Pädagogen mit Unterrichts- und Nachhilfeerfahrung. Zuletzt geprüft am 13. August 2026.