Lernprobleme
LRS, Rechenschwäche und Konzentration: erkennen, einordnen, handeln.
Wenn ein Kind in der Schule nicht mitkommt, ist die Sorge schnell da, dass mehr dahintersteckt. Meistens ist das nicht so. Vieles, was auffällt, gehört zur normalen Entwicklung, und ein einzelnes Anzeichen ist nie eine Diagnose. Hier finden Sie ruhige Einordnung statt Ferndiagnose: woran Sie echte Warnzeichen erkennen, was noch im Rahmen liegt und wann der Gang zu Fachleuten wirklich sinnvoll ist.
Lesen, Schreiben, Rechnen
Wenn Ihr Kind langsam und stockend liest oder dasselbe Wort in einem Text mehrfach unterschiedlich falsch schreibt, hilft LRS und Legasthenie: erste Anzeichen erkennen beim Einordnen. Bleibt es dagegen beim Rechnen hängen und zählt noch weit über die zweite Klasse hinaus mit den Fingern, lesen Sie Wie erkenne ich eine Rechenschwäche? Für beides gilt: Gesichert wird so etwas nur mit standardisierten Tests durch Fachleute, nie am Küchentisch.
Unruhe, Stress und Schulangst
Unruhe und Ablenkbarkeit gehören zur Entwicklung, die große Mehrheit unruhiger Kinder hat keine ADHS. Wo die Grenze verläuft, klärt Konzentrationsprobleme oder ADHS? Wenn die Belastung dauerhaft wird und sich körperlich zeigt, hilft Schulstress erkennen. Und wenn Ihr Kind morgens gar nicht mehr losgehen will, finden Sie erste Schritte in Mein Kind will nicht mehr zur Schule.
Ein Verdacht ist kein Urteil
Was Sie zu Hause beobachten, ist wertvoll. Es bleibt aber ein Anlass zum Hinschauen, kein Befund. Erste Anlaufstellen sind die Klassenlehrkraft, der schulpsychologische Dienst und die Kinderarztpraxis. Früh nachzufragen ist kein Alarmzeichen, sondern der kürzeste Weg zu passender Hilfe.